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Skitour Krusne Hory (Erzgebirge)

Skitouren Europa Tschechien 02.-06. Januar 2008
Lars Reckemeyer, Eric Böttger, Daniel Tyler und der Ghoul
Skifahren in der Tschechischen Republik

Dieses Jahr wollten wir nun zum dritten Mal in das tschechische Erzgebirge zum Skilanglauf. Leider musste Jörg kurzfridtig absagen. Dafür hatten wir aber einen neuen Begleiter gefunden - den Ghoul. Einen Kunststoff-Schlitten den Daniel mit seinem Schwigervater aufgepimpt hat. Mit Zug- und Druckstangen kann dieser nun mit Proviant und Zelte, sowie allen schweren Ausrüstungsgegenstände beladen werden. So ist der Rucksack weniger schwer und das Skifahren geht leichter vom Fuß.
Ankunftspivo An der Grenze Nach 4h und 30min kamen wir in Johanngeorgenstadt an und nach der obligatorischen Park-/Schlafplatzsuche sind wir noch in der Hutzenstube eingekehrt, wo die Randfichten ihre Heimat haben. Nachts hatten wir hier schon -10°C und das Zelt hatten wir zwischen Auto und einem Schneehaufen aufgespannt. Die Nacht war schon frisch, aber die Schlafsäcke haben sich bewährt. Nachdem wir die Skier ausgeliehen hatten und Daniel sich als ersten den Ghoul hintergeschnallt hatte, ging es auf die Loipe in Richtung Tschechien.
Die ersten Kilometer laufen erfahrungsgemäß etwas schleppend, da erst die Ausrüstung ein paar Mal angepasst werden muss und die Kleidungsschichten aus und angezogen werden. Nach den ersten 10km hatte Eric die erste Blase am Fuß und das Täppi (Tapeklebeband) kam zum Einsatz.
Die erste Station in Tschechien war ein Gasthaus in Jeleni, wo es durch die Nähe zur Grenze für tschechische Verhältnisse noch recht teuer war. Aber das Gulasch mit Spontex-Schwamm war lecker. Das Pivo auch gut ;) Ab hier habe ich den Ghoul-Schlitten gezogen.
im Bunker altes Gefangenenlager altes Gefangenenlager altes Gefangenenlager
Das Thema Geocaching hält nun auch auf solchen Touren Einzug und ohne das Lösen eines Sudokus und Ermitteln der Final-Koordinaten, wären wir sonst nicht zu diesem alten Gefangenenlager mitten im Wald gekommen. Wir waren im zugefrorenen Bunker und in den halb zerfallenen Industriegebäude. Das war spannend und man konnte feine Fotos machen.
nach Prebuz Lars und Daniel Auf dem Weg nach Prebuz wurde es arg windig und wir kamen nur langsam voran. Es wurde langsam dunkel und recht erschöpft erreichten wir den kleinen Ort.
Eine Gaststätte hatte zum Glück noch auf. Dort verweilten wir erstmal für 2 Stunden und aßen Schnitzel und gebackenen Käse mit Sauce Tartar.
Nachdem wir unser Nachtlager in einem verlassenen Haus mitten im Ort bezogen hatten, suchten wir diese Gaststätte erneut auf um noch ein Abschlusspivo einzunehmen.
Nachtlager Das Haus Obwohl wir uns den besten Raum ausgesucht hatten, war es auch hier -11°C und es zog an allen Ecken. Zum Frühstück haben wir Milchnudeln mit Kirschmarmelade gemacht und das warme Essen tat gut im Bauch. Heute hatte sich Eric den Ghoul vorgeschnallt. Quer durch den Ort und dann zum Waldrand hoch, stießen wir wieder auf eine Loipe.
auf der Loipe das Team Nove Hamry Allerdings haben wir dort einen falschen Weg eingeschlagen und kamen wieder fast in Prebuz raus. Dann war aber klar, welchen Weg wir nehmen mussten und über eine öffentliche Straße, die hier eher nicht geräumt werden, konnte es dann weiter in Richtung Nove Hamry gehen. Die Thermoskannen voll Tee und Gemüsebrühe haben sich bei den kalten Temperaturen voll bewährt.
In Nove Hamry sind wir in einer späten Mittagspause in das Gasthaus eingekehrt und haben herrlich gepeist. Als Zielpunkt der heutigen Tour ist der Gipfel des Tisovsky Vrch (Peindlberg 976m) mit einem Aussichtsturm gewählt. Der Aufstieg war anstrengend, besonders für Eric, der den Ghoul am Hintern hatte.
Lars Eric Daniel Oben angekommen sind wir natürlich zuerst auf den Turm. Leider war es schon dunkel und die Aussicht beschränkte sich auf ein paar Lichter in der Ferne. Direkt neben dem Turm war eine kleine offenes Rasthütte, in der sich herrlich ein Nachtlager aufbauen ließ. Laut unserer Karte ist 300m tiefer im Örtchen Tisova noch eine Gaststätte. Da es oben sowieso recht windig und kalt war, beschlossen wir nochmal abzusteigen und dort einzukehren.
auf dem Turm Pivo-Pinte Eine weise Entscheidung, denn das Schintzel war gut und das Bier auch. Hinter uns gesellte sich eine 6köpfige Gruppe junger Tschechen. Nachdem sie gegessen hatten und aufbrachen, fragte ich nach deren Ziel. Sie meinten ganz Stolz, sie würden heute oben im Wald schlafen. Nach der Frage wo genau, sagten sie, na am Turm. Mist unser klasse Schlafplatz war in Gefahr...
Wir tranken unser Bier aus und bezahlten. Schnell in die Jacken und hoch. Jetzt ging es wesentlich schneller, da wir ja unsere komplette Ausrüstung schon oben hatten. Und wir kannten nun den schnelleren dirketen Weg. Tatsächlich erreichten wir den Gipfel und die anderen waren noch nicht da. Sie kamen dann 15min später völlig erschöpft an. Das wir in dort oben zu neunt keinen Platz hätten war klar und so wichen wir auf unser Zelt auf, welches wir dann aufbauten. Gegen 00:30h kamen wir dann in unsere Schlafsäcke.
Sonnenaufgang Geocache am Gipfel Am Morgen gab es einen herrlichen Sonnenaufgang und vom Turm eine herrliche Sicht auf das östliche Erzgebirge. Wir aßen heißen Milchreis mit der Kirschmarmelade und tranken feinen Kaffee. nach dem Frühstück, gab es für mich noch ein Highlight, denn mit Daniels und Erics Hilfe fanden wir den Geocache am Gipfel unter dem ganzen Schnee.
unterwegs Cache Draci Skala auf dem Felsen In Richtung Horni Blatna kamen wir an einem weiteren Geocache vorbei, der aber einfach zu finden war, da der Besitzer am selben Tag dort war und wir die Fußspuren im Schnee sahen. Auf den Felsen hatten wir leider keine Rundumsicht, obwohl dies auf der Karte so verzeichnet war.
Nachdem wir Pernink erreicht hatten, war schon wieder Zeit für ein Gulasch mit Spontex und Pivo.
Geocache Wolfspinge Nachtlager Gegen 17:00h erreichten wir dann den Gipfel am Blatensky vrch (Plattenberg 1043m). Nach dem Aufbau des Nachtlagers an der Rasthütte besuchten wir (nach dem dritten und letzten Geocache in Tschechien) die Wolfspinge, einen tiefen Einschnitt im Fels, hervorgerufen durch alte eingestürzte Stollen.
In Horni Blatna fanden wir die Gaststätte wieder, bei der Daniel uns ich vor drei Jahren schon Mal waren. Diesmal hatten wir dor aber keine Saunatemperaturen.
Frühstück Turm Die Nacht war nochmal frisch gewesen, aber es scheint heute etwas wärmer zu werden, da es ein wenig schneit. Nach dem Frühstück merkte man dies auch, als wir auf den Skier standen. Der Schnee bappte an den Schuppen und es gabe olle Stollenbildung. Da half auch kein Nachwachsen.
Abfahrt Potucky Potucky - Grenze Gegen Mittag erreichten wir Johanngeorgenstadt und den Parkplatz, wo wir Daniels Auto sogar kostenfrei abstellen durften. Danke an den Skiverleih. Insgesamt war es eine tolle Tour. Der Ghoul-Schlitten funktioniert hervorragend und dank der kalten Temperaturen war es auch nicht zu warm im Schlafsack.
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©2009 Lars Reckemeyer - Letzte Änderung am 25.05.2009
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