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Durch den Westen Kanadas - Teil 1

Erlebnisurlaub Nord-Amerika Kanada September 2000
Lars Reckemeyer, Imke Reckemeyer

Zusammenfassung

Kanada Ein Reisetagebuch von Imke und Lars Reckemeyer durch den Westen Kanadas

Reisezeit:01.09.-01.10.2000
Reiseunternehmen: CRD, Flugbuchung und Pickup-Campermiete
Reiselänge: ca. 6.000km
Reisekosten:ca. 14.000DM

Version 2.0 - letzte Änderung: 10.08.05
Lars schreibt in dunkelgrau,
Imke in blau

01.09. – Von Deutschland nach Kanada

Imke und Lars in London Heute geht es endlich los. Auf die letzten Arbeitstage hatte man schon gar keine richtige Lust mehr. Aber jetzt ist mal wieder Urlaubszeit! Es geht nach Kanada oder genauer nach Vancouver, wo wir unser Schlafplätzchen erst noch suchen müssen. Von Anke sind wir zum Hamburger Flughafen gebracht worden, dort war auch noch Zeit für ein Käffchen...
Wir sitzen gerade in London(Heathrow Airport), schauen den startenden Flugzeugen zu und warten auf unseren Anschlussflug. Hier regnet es wie aus Eimern, aber wie sollte das Wetter in England auch sonst sein?! Typisch britisch halt! Abgeflogen sind wir aus Hamburg nachdem Imkes Mutter uns zum Flughafen gebracht hat (hoffentlich hat sie den Weg zurück gefunden...).
Nach 1½h Flugzeit in einer Boing 757 (BA) waren wir recht fix angekommen. Essen war OK, bloß wieder zu viel zu wenig...(das erste Bier schmeckte aber schon).

02.09. – Ankunft in Vancouver

Blick auf den Flughafen vom Hotel aus Endlich in Kanada! Nachdem wir immer noch vom Jetlag erschlagen werden, haben wir trotzdem schon 1 Tag Sightseeing hinter uns.
Aber noch mal zum Flug gestern... Da gab's ja noch das ein oder andere Problem, nicht bei uns, aber bei der Boing 747. Die Klimaanlage war nämlich ausgefallen. Die Reparatur hat nur 2h gedauert! Und wir mussten bei einer Bullenhitze solange im Flugzeug sitzen bleiben, als ob der Flug nicht schon lange genug dauert... Statt um 16.30h sind wir also erst um 18.30h in die Luft gestiegen. Zu Essen gab's leckere Nudelvorspeise mit Basilikum, Hähnchenbrust und Himbeertörtchen. Zum Glück saßen wir in der letzten Reihe und konnten so von den Filmen fast nur den Ton über Kopfhörer mitbekommen. Gezeigt wurde –Nur noch 60s- und -Frequency-, na ja so lala...
Nach den 9h Flug kamen wir völlig erschöpft um 20.00h in Vancouver an. Bis unsere Rucksäcke auftauchten, war es schon 21.00h und dunkel. Wir beschlossen nicht mehr zum Campingplatz zu fahren, sondern gleich im Airport-Hotel zu nächtigen. Zwar etwas teuer, aber dafür Luxus pur: Hotel Fairmont. Ich sage nur Klopapier im Krawattenlook!, Marmorbad, Riesenbett und Blick auf Vancouver.
Steamclock und Gassy Jack Aufgewacht sind wir schon um 5.00h, aber das ist nach deutscher Zeit ja auch schon 14.00h. So waren wir dann entsprechend früh am Frühstücksbüffet. Frisch gepresster O-Saft ließ den Tag doch schon mal richtig beginnen. Und wir kamen in den Genuss des ersten Ahornsirups.
Um 8.00h haben wir uns vollbepackt ein Taxi erobert und sind zum Capilano-Campground gedüst. Der indische Fahrer hat die gesamte Fahrt telefoniert (ca. 30min) und das auf indisch.. (nervt null!) Der Capilano Campingplatz ist zwar recht laut, da er direkt am Fuße der Lions-Gate-Bridge liegt, dafür ist man aber ruckzuck in Vancouver-Downtown und auch zur nächsten Shopping-Mall ist es nur ein kurzer Fußmarsch.
Um 9.00h habe wir unsere heutige Sightseeing-Tour gestartet. Von der Robson Street zum Canada-Place, wo die Rhapsody of the Seas lag ein riesiges Kreuzfahrtschiff auf dem Weg nach Alaska. Einen Klasseausblick hat man vom Harbour-Centre-Tower auf Vancouver. Der Kaffee war auch spitze...
Im IMAX-Kino im Canada-Place haben wir einen Film über Alaska gesehen, tolle Naturaufnahmen und fischfangende Bären (Submarinertechnik...) Danach ging's in die Altstadt –Gastown-, Steamclock und Gassy Jack waren hier zu sehen. Außerdem haben wir erfahren, daß der beste Kaffee bei Starbucks zu bekommen wäre, wie uns ein Mädel aus einem Souvenirshop berichtete.
Chinatown Vom Harbour-Centre bei Tag... ...und bei Nacht Ein Spaziergang durch Chinatown, die größte nach der in L.A., war ein Nasenschmeichler. Hier gab's alle Gerüche gratis. Nicht so schlimm, wie in Bamako, siehe Trans-Sahara- Reisebericht, aber dennoch ungeheuer. Von Krebsen, Riesenmuscheln, Hoden, Ochsenpimmel über Lychees und allerhand Potenzgewürze, gibt's 'ne Menge Plunder und Tand. Eigentlich wollten wir danach in die Science-World, da war aber gerade ein Indycar- Rennen, also fiel das leider flach. Mit dem Skytrain sind wir zurück zum South Shore Seabusterminal gefahren, wo uns der Seabus über das Burrard Inlet nach North-Vancouver schipperte. Kurzer Bummel am Lonsdale Quay, dann zurück zum Campingplatz und noch ein kurzer Einkauf für's Abendessen.
Blick über Vancouver... ...Richtung Westen Gegessen haben wir dann doch nur Brot, --> waren zu faul zum Kochen. Da haben wir doch lieber ein Nickerchen gemacht. Leider bin ich danach nicht mehr munter geworden, und war für den Rest des Abends nur noch körperlich anwesend... Wir sind dann noch mal Harbour-Centre-Tower gefahren, um den romantischen Sonnenuntergang zu beobachten. Leider verschwand die Sonnen zum Schluss hinter den Wolken. War aber trotzdem schön. Aufgrund mangelnder Kondition meinerseits sind wir dann zurück zum Zelt-->Bubu machen. Haben uns aber noch mal mit dem Seabus rübersetzen lassen, wegen der tollen Skyline von Vancouver bei Nacht. Schön! Die Rhapsody of the Seas hatte in dem Moment auch abgelegt.
Vancouver Skyline Lonsdale Quay

03.09. – Sightseeing die Zweite

Helmpflicht Stanley Park Lions Gate Bridge Heute haben wir bis 7.00h geschlafen. Herrlich mal abgesehen vom Schnarcher nebenan. Dingledingdong...miese Amis aus Washington, einer hübscher als der Andere! Nach dem Frühstück sind wir in die Stadt gefahren, zunächst zur Touri-Info ein paar Infos einholen. Danach haben wir uns Fahrräder gemietet und sind rund um den Stanley Park gefahren. Das war toll, hat richtig Spaß gemacht bei herrlichem Sonnenschein.
Helmpflicht Stanley Park Lions Gate Bridge Anschließend ging es zum Vancouver Aquarium. Soll ja die Attraktion sein.... war es aber dann doch nicht. Die einzelnen Aquarien mit versch. Bereichen, z.B. Pacific Coast, Tropefische usw. waren schön. Aber der Orca lebt mit einem Delphin zusammen und hat 5x am Tag Vorstellung. Irgendwie mies. Die Belugas, ca. 5 Stück waren da fröhlicher. Lars meinte, sie wären Marshmallowwale. Stimmt irgendwie. Am besten waren die Otter. Lustig und voll niedlich. Der Eine ist immer auf dem Rücken geschwommen und hat sich von dem Anderen ziehen lassen.
Nach dem Aquariumbesuch sind wir Einkaufen gefahren. Lars hat sich Benzin für seinen Kocher und ich mir neue Treter von LOWA gekauft. Voll bequem!
Am Zelt haben wir uns dann erst mal geile Nudeln gekocht. Zu Lars Entsetzen hatte er sich aus Versehen Diätbier mit 0,5% Alkohol gekauft...ist eigentlich ein Frauenbier, na denn Prost!
Achja, als wir mit den Fahrrädern im Stanley Park rumgedüst sind, wurde Lars heimtückisch von einem Kormoran mit Scheiße beschossen. Eigentlich stand auf dem Schild "Attention, falling rocks" aber es hätte wohl besser heißen müssen "Beware of falling shit"... Auf den Verbotsschildern steht hier übrigens manchmal wie viel man beim Überschreiten der Regeln zahlen muss, z.B. "Don't Cycle!"- 200Dollar- it's the law!. Man kann hier auch nicht so einfach sein kleines Geschäft verrichten, wenn mal kein Klo in der Nähe ist. Lars musste mal und wollte hinter einem Trafohäuschen, kam aber schnell wieder zurück und meinte nur: "Nee, da wohnt einer... wollte nicht in sein Wohnzimmer pinkeln..."

04.09. – Vancouver Sightseeing fast nur zu Fuß

Burrard Bridge Bloedel Conversatory Heute nach dem Frühstück sind wir in die Innenstadt gefahren und zu Fuß zum Vancouver Museum gelatscht. Die Geschichte Vancouvers konnte man sich dort anschauen, Emigrantenzeit, etc.. War interessant nur einfach zu wenig für 16 Dollar. Herrliche Bagels gab es dafür bei Siegels Bagels..Danach sind wir nach Granville Island gelaufen und ich hatte schon kein Bock mehr, aber Granville ist nett. Hafengebiet mit vielen Markthallen, Geschäften, Cafes und Restaurants. Dort haben wir auch Mittag gegessen.
Dann wollten wir mit dem Bus zum Bloedel Conversatory (bescheuerter Name). Ein botanischer Garten. Wir also los erst mal zu Fuß und es kam ja keine Bushaltestelle. Da hatte ich dann erst recht keinen Bock mehr. Die zweite Hälfte der Strecke (sauweit) sind wir dann mit dem Bus gefahren, als wir endlich an eine Buslinie geraten sind...
Der botanische Garten war sehr schön. Und uns ist aufgefallen, wie bescheuert die Asiaten hier 'rumlaufen. Sandale, Perlonsocken (natürlich farbig) hochgezogen und kurzen Rock oder Hose. Wenn man hier den dritten Tag ist, fängt man an die Leute zu beobachten. Echt interessant. Die Asiaten laufen hier 'rum wie bei uns die Ossis. I like Chinese...
Down Town Burrard Street Nach dem botanischen Garten sind wir dann völlig kaputt von der Latscherei wieder zurück zum Campingplatz und blieben dort den Rest des Abends lässig. Morgen um 11.00h kommt unser Camper. Wird auch Zeit- die Natur ruft!!! Den Abend haben wir noch 2 nette Leute aus Norddeutschland kennengelernt. Die waren auch mit einem Camper unterwegs und haben uns ALLES, was sie nicht mehr brauchten geschenkt, sehr nett. Sie hatten leider ganze 3 Wochen nur schlechtes Wetter, schade. Hoffentlich haben wir mehr Glück.
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©2009 Lars Reckemeyer - Letzte Änderung am 25.05.2009
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